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Gärtnern ohne Gift - Eine Streuobstwiese für die Alteburg-Schule

Zum Schuljahr 2017/2018 wurde mit Unterstützung der Schülerinnen und Schüler beschlossen, den Vorplatz der Schule umzugestalten und als Lernort zu erschließen. Die vorhandenen Bäume haben einen Verjüngungsschnitt erhalten. Dazu zählt ein Wildapfelbaum und ein ca. 80-jähriger Boskoop-Baum. Die vergreiste Hecke und Sträucher wurden durch eine Vielzahl von Pflanzen und Bäumen ersetzt.

Mit der neu gegründeten Schulgarten-AG wurde eine kleine Streuobstwiese angelegt. Beim Aussuchen der Bäume durften die Kinder entscheiden, welche Sorten ausgewählt wurden. Der Fokus lag dabei auf „alten Sorten“, die gegen Apfelkrankheiten resistent sind. Es wurden die Sorten Goldparmäne, Geheimrat Dr. Oldenburg, Schönherr von Boskoop (gelb) und Gravensteiner ausgesucht und gepflanzt. Die Baumreihe wurde außerdem um eine Süßkirsche und einen Reineclaude-Baum ergänzt. Außerdem wurde im äußeren Bereich eine „essbare Hecke“ angelegt. Hier wurden Zitronenquitten, Haselnuss, Sanddorn, Kornelkirschen und veredelte Schlehen gepflanzt. Die „essbare Hecke“ liefert nicht nur vitaminreiche Köstlichkeiten, sondern bietet vielfältige Lebensräume.

In der AG wurden in den Wintermonaten Vogel- und Fledermauskästen gebaut. Diese sollen helfen, auf ganz natürliche Weise unerwünschte Gartenbesucher zu dezimieren. Bei einigen Vogelkästen wurde das Einflugloch verengt um Insekten, wie zum Beispiel Ohrkneifern, Marienkäfern und Florfliegen, eine Heimat zu geben. Diese Insekten sollen zum Beispiel Blattläuse auf „natürliche Art und Weise“ bekämpfen. Dabei wird die Schule von der „Ökologischen Forschungsstation Schlüchtern“ mit ihrem Leiter Dr. Karl-Heinz Schmidt unterstützt.

Das Ziel der Schulgarten-AG ist es, einen Lernort für die ganze Schulgemeinde zu schaffen. Eine Streuobstwiese bietet bis zu 5.000 Lebewesen einen Lebensraum. Dieser Lernort bietet die Chance von fächerübergreifendem Unterricht, bei dem Wirkzusammenhänge mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam sichtbar gemacht werden können.

Zu den weiteren Zielen der AG gehört die Versorgung der Schule mit Äpfeln, die nicht gespritzt und nicht mit Stickstoffdünger behandelt werden. Wir wollen gesunde Lebensmittel ohne den Einsatz von PflanzenGIFTEN herstellen. Dies schont unsere Umwelt und schafft ein Bewusstsein bei den Kindern und Jugendlichen, dass Lebensmittel einen individuellen Wert haben. Nicht jeder Apfel muss perfekt aussehen, es kommt vielmehr darauf an, unter welchen Bedingungen er gewachsen ist und welchen Weg er bis zum Verzehr hinter sich gelassen hat.
Unser Motto: kurzer Weg – kein GIFT – klasse Geschmack – made by Alteburg-Schule.
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