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Wie uns der Papagei aus dem Käfig über den Regenwald zur Nachhaltigkeit flog

Regenwald

Klasse 3a der Schule an der Gründau, Langenselbold

Der Papagei erzählt:
„Toll! Ich war Thema in der Klasse 3a!
ABER: Ich sollte als Haustier im Käfig sitzen!!!
Zum Glück gab es Protest!!! Ich bin ja kein Käfigtier, sondern lebe mit Freunden im Regenwald.
Und dann wurde es spannend: Alle redeten über den Regenwald und die 21 Kinder der Klasse 3a fanden heraus, dass es dem Regenwald nicht gut geht. Sie wollten mir, meinen Freunden und dem Regenwald helfen und sammelten in ihrer Schule Geld, um ein Stück Regenwald kaufen zu können, um dieses Stück vor dem Abholzen zu retten.
Das fand ich Klasse!
Und dann kamen die Sommerferien… sechs Wochen lang!
Ich dachte, ich wäre nun abgehakt, aber nein, es ging weiter, denn die Kinder erzählten schon am 1. Schultag nach den Ferien von den brennenden Regenwäldern und von Farmern, die diese Feuer absichtlich gelegt hätten, um aus dem Regenwald Plantagen anzulegen, oder ihn für die Viehhaltung zu nutzen.
Die ganze Klasse war schockiert und die Kinder zeigten ihre Trauer, ihre Wut und ihren Ärger, aber auch ihre Ideen in einer super-mega-tollen Performance und Ausstellung in der ganzen Schule. Sie bauten sogar alles in „mini“ nach!
Am tollsten fand ich die Geräusche und Vogelstimmen aus dem Regenwald, die sie nachahmten. Da bekam ich richtig Heimweh!
Danach wollten die Kinder aber auch wissen, wie es ihrem Wald geht.
Gesagt – getan! Sie stapften mit dem Förster durch den Wald bei Hain-Gründau. Borkenkäfer, Stürme und Trockenheit bedrohen auch ihren Wald. Viele Fichten sind schon abgestorben.

UND DANN WURDE ES RICHTIG WICHTIG:
Die Kinder der 3a erkannten, dass alles zusammenhängt: Klimawandel, Erderwärmung, zu viel CO2 in der Luft, zu viel Gier nach Geld und viel zu viel Konsum. Da fiel einem Mädchen aus der Klasse der Spruch der Indianer ein:
„ERST WENN DER LETZTE BAUM GERODET, DER LETZTE FLUSS VERGIFTET UND DER LETZTE FISCH GEFANGEN IST, WERDET IHR SEHEN, DASS MAN GELD NICHT ESSEN KANN.“


Und so fanden die Kinder viele Beispiele, wie man nachhaltig leben kann, um unsere Erde und die Wälder und Ozeane zu schützen.
Das fand ich richtig cool, weil das ja nicht mal viele Erwachsene wissen!“
Die Lehrerinnen der Klasse 3a erzählen zum Schluss:
Etwas unbeschreiblich Wertvolles ist ins Rollen gekommen.
Aus dem Wissen über nachhaltiges Verhalten hat sich Schritt für Schritt das nachhaltige Leben entwickelt:
Nutella ist bei vielen Kindern der Klasse 3a mittlerweile gestrichen!
Plastiktüten sind verbannt!
Mülltrennung gelingt problemlos und der Eimer für Plastik bekommt immer weniger Müll!
Obstnetze werden gehäkelt!
Upcycling im Kunstunterricht ist der Hit!
Geburtstage werden „verpackungslos“ gefeiert!
Es wird rege unter den Kindern getauscht, statt neu gekauft!
Und so halten immer neue Ideen rund um die Nachhaltigkeit Einzug im Klassenzimmer der 3a.
NACHHALTIG ZU LEBEN WECKT KREATIVITÄT!
Die Klasse 3a zeigt uns das jeden Tag aufs Neue.

M. Primus Klassenlehrerin
P. Altenhövel Förderschullehrerin