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Hummelschutzprojekt im Lindenaupark – Susanne Herr

Meine Projektidee ist es, spät- und dauerblühende Stauden bzw. Wildblumenwiesen im Lindenaupark Hanau-Großauheim anzupflanzen, um die Monokultur von Lindenbäumen zu durchbrechen und durch eine größere Auswahl an blühenden Nektarpflanzen dem Hummelsterben unter den Linden im Spätsommer zu entgegnen. Optimal wären in unmittelbarer Nähe zu den Lindenbäumen sogenannte Trachtpflanzen anzupflanzen, die genügend Nektar und Pollen bieten, um als Alternative zu den kargen Lindenbülten zu dienen. Dabei wäre eine kostengünstige, robuste, pflegeleichte Wildblumenwiese, die sich selbst vermehrt bestens geeignet.
Gerade im Spätsommer verblühen viele Pflanzen, wodurch es zunehmend schwieriger für die Hummeln und Wildbienen wird, ausreichend Nektar und Pollen zu finden. Durch die strenge Monokultur der Lindenbäume im Lindenaupark, die im Spätsommer, die vermeintlich letzte Nektarquelle der Hummeln und Wildbienen darstellen, retten sich die Hummeln in Massen schon halb verhungert zu den duftenden Linden. Jedoch verendenden die Tiere dort durch einen sehr geringen Zuckergehalt im Körper. Die Blüten dieses Baumes haben sehr wenig Nektar und die Hummeln treffen dort auch noch auf eine starke Konkurrenz von anderen Hummeln und Bienen, dass die Tiere mehr Energie verbrauchen, um die Lindenblüten anzufliegen, als sie dann wieder „auftanken“ können und sterben dann aus Nahrungsmangel.

Bei den Bepflanzungsplänen ist ein ausgewogenes Verhältnis von früh- und spätblühenden Pflanzen wichtig, damit das Nektarangebot vom Spätwinter bis in den Herbst über das ganze Jahr garantiert wird. Ebenso ist die strenge Monokultur von Lindenbäumen in Parkanlagen verantwortlich für den Rückgang vieler nicht so anpassungsfähiger Hummelarten.
Jedoch kann durch die Auswahl nektarreicher Arten, die vor allem im Spätsommer und Herbst blühen, einen Beitrag zum Hummel- und Bienenschutz leistet werden. Dabei sollten jedoch nicht zu viele verschiedene Pflanzenarten gewählt werden, da Hummeln, die nur einen Sommer bis in den Herbst hinein leben, erst mühsam erlernen müssen, den jeweiligen Pflanzen den Nektar zu entnehmen. Wegen der unterschiedlichen Blütenformen ist die Technik hierfür nicht für alle Pflanzen gleich. Die zeitaufwendige Lernphase wird von den Tieren nur begonnen, wenn es sich aufgrund eines ausreichenden Angebots lohnt.

Nutzen für die Menschen in der näheren Umgebung als aufgewertete Parkanlage (Naherholungsgebiet) sowie praktische Bildungsvermittlung von ökologischen Zusammenhängen (Bestäubung, Ernte, Insekten) der Schüler*innen der Lindenauschule sowie weiteren interessierten Bürger*innen.

Kooperationen sind vorgesehen.