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Nachhaltiges generationenübergreifendes Wohnprojekt – Vergissmeinnicht-Stiftung/ Frau Birgit Jüngling

Um der Wohnraumknappheit in unserer Stadt, der Vergeudung von Ressourcen und sogar der Einsamkeit entgegenzutreten, stellt die Hanauer Vergissmeinnicht-Stiftung im Haus der Stifterin jungen Student*innen der Hanauer Praktikumsbetriebe sowie dem Ensemble der Brüder-Grimm-Festspiele zur Verfügung.
Alle nutzen gemeinsam den Ökogarten des Hauses, der nicht nur für die Bewohner*innen einen Apfelbaum, Weinstöcke, Erdbeeren, Johannisbeeren, Knoblauch, Gemüse und Kräuter bereitstellt, sondern auch für Vögel einen Nistplatz, Insekten ein Hotel, Igeln zwei Häuschen und eine Futterstelle für das von der Katze des Hauses übriggelassene Futter bereithält.
Regenwasser wird gesammelt, Ökostrom von einer großen Photovoltaikanlage hergestellt. Um Heizkosten zu sparen, wird Sonnenwärme genutzt. Die Bewohner*innen fahren täglich mit dem Rad oder ÖPNV. Die Fahrräder werden selbst repariert und vor dem Sperrmüll gerettet. Sport wird im nahen Grün ausgeübt.
Was der Garten nicht hergibt, wird vom Biobauer bezogen. Die Lebensmittel sind hauptsächlich Fairtrade, mit Ökolabel zertifiziert. Es wird überwiegend vegetarisch und saisonal gegessen, Abfall getrennt oder ganz vermieden (die kleinste Restmülltonne für mehr als 5 Pers. mit 2-wöch. Leerung!). Im Haus wird gemeinsam gekocht, sich gebildet und gegenseitig geholfen. Sogar mit Nachbar*innen. Haushaltsartikel, die von Bürger*innen der Stadt oder des Kreises kostenlos oder sehr günstig abgegeben werden, finden Verwendung. Es wird verschenkt, was nicht mehr gebraucht oder selbst hergestellt wird, z.B. Marmelade. Die WG-Mieten gehen auf das Stiftungskonto, werden erlassen oder sozial gestaltet. Ein Stellplatz wird gegen Spende vermietet. Dieses generationsübergreifende Projekt zeigt wie ein erfolgreiches nachhaltiges und zukunftsorientiertes Miteinander für alle eine win-win-Situation werden kann.